Jeden Monat kommen drei bis fünf Wiener Unternehmer zu mir, die „Google Ads probiert haben, hat nicht funktioniert". In neun von zehn Fällen lag das Problem nicht an der Werbung — die Werbung lief und brachte Menschen. Das Problem war, wohin diese Menschen kamen und ob überhaupt jemand gemessen hat, was mit ihnen passierte.
Werbung bringt Traffic. Website und Tracking machen daraus Kunden — oder verbrennen das Budget still und leise. Ist das Fundament nicht bereit, gießt jede Agentur in Wien für 1.500–2.500 € im Monat das Geld in ein Loch und wundert sich, warum die Leads so teuer sind. Unten stehen 10 Checks, die du machen solltest, bevor du den ersten Euro für einen Klick zahlst. Etwa eine Stunde Arbeit — die im ersten Monat schnell 1.500–3.000 € spart.
Kurz gesagt: Die Punkte 2 bis 4 — Conversion-Tracking, Anfragen-Zuordnung und Cookie-Banner — sind das Fundament. Ohne sie ergibt der Rest keinen Sinn, weil du schlicht nicht siehst, was passiert.
Was zeigt die Google-Suche, bevor man Ads schaltet?
Direkte Antwort: Sie zeigt dir kostenlos, gegen wen du antrittst — eine Aufklärung, die fast niemand macht. Bevor du eine Kampagne baust, tippe deine 3–5 Zielbegriffe selbst bei Google ein („Steuerberater Wien", „Umzugsfirma Wien").
Worauf du schaust. Wer wirbt schon auf diese Begriffe (Anzeigen mit „Gesponsert")? Wie viele sind es? Was versprechen sie in der Überschrift? Führen sie auf die Startseite oder auf eine eigene Landingpage? Gibt es Erweiterungen, Preise, Bewertungen? Warum das zählt. Stehen sechs Mitbewerber mit polierten Landingpages auf dem Begriff, wird der Klick teuer — mit einer schwachen Seite hältst du da nicht mit. Ist kaum Werbung da, ist es entweder eine Nische ohne Nachfrage oder freies Feld. Beides willst du wissen, bevor Budget fließt. Notiere drei starke Anzeigen der Konkurrenz und was du konkreter oder besser sagen kannst — das ist die Vorlage für deine eigenen Anzeigen.
Warum verbrennt Google Ads ohne Conversion-Tracking das Budget?
Direkte Antwort: weil der Google-Algorithmus die Gebote anhand von Conversion-Daten optimiert. Keine Conversion-Daten, keine Optimierung — du zahlst blind für Klicks. Das ist der wichtigste Punkt der Liste: Google Ads ohne Tracking ist ein Flugzeug ohne Instrumente.
So prüfst du. Öffne dein Google-Ads-Konto, Menü „Tools → Conversions". Dort müssen aktive Conversions mit Status „Recording conversions" stehen. Ist es leer oder steht da ein gelbes Dreieck „No recent conversions", hast du kein Tracking — egal, was man dir erzählt. Was meist kaputt ist. Kein Google Tag Manager eingerichtet; GA4 formal verbunden, aber ohne Events; der „Anrufen"-Button wird nicht erfasst; das Formular wird abgeschickt, ohne die Conversion an Google Ads zu melden. Schneller Fix. GA4 + Google Tag Manager + 3–5 zentrale Events (Formular abgeschickt, Klick auf die Telefonnummer, „Danke"-Seite erreicht). Eine Stunde Arbeit, die sich in tausenden Euro gespartem Budget auszahlt.
Wie weiß man, welche Anfrage woher kommt?
Direkte Antwort: nur über sauber getrennte Events pro Kanal — sonst sind „30 Anfragen im Monat" keine Daten, sondern ein Gefühl. Wenn du nicht weißt, welche Anfrage von Google Ads, welche von Instagram und welche per Empfehlung kam, kannst du nicht sagen, ob sich die Werbung rechnet.
So prüfst du. In Google Analytics 4: Reports → Engagement → Conversions. Siehst du dort getrennt `form_submit`, `phone_call`, `whatsapp_click` — jeweils mit Trafficquelle? Wenn nicht, ist die Einrichtung nicht fertig. Was meist kaputt ist. Erfasst wird nur das Formular, dabei rufen in Österreich 50–60 % der Kunden an. Kein Call-Tracking. Der WhatsApp-Button ohne Event. Mehrere Formulare zählen als eines. Schneller Fix. Im GTM eigene Events auf jedes Formular, auf den `tel:`-Klick, auf WhatsApp und auf die „Danke"-Seite legen. Jedes wichtige Event wird eine eigene Conversion in Google Ads.
Braucht man für Google Ads in Österreich einen Cookie-Banner?
Direkte Antwort: ja — und ohne ihn verlierst du nicht nur rechtlich Boden, sondern auch Conversion-Daten. In der EU dürfen Tags ohne Einwilligung keine Cookies setzen. Fehlt ein sauberer Einwilligungsbanner und stehen die Google-Tags auf „standardmäßig abgelehnt", laufen sie im cookieless-Modus — und ein Teil der Conversions erreicht Google Ads nie. Du zahlst für Klicks, siehst das Ergebnis aber nicht.
So prüfst du. Öffne die Seite im Inkognito-Modus: Erscheint ein Banner mit „Akzeptieren / Ablehnen"? Nach dem Zustimmen die DevTools öffnen → Application → Cookies: Tauchen `_ga` und Google-Cookies auf? Kein Banner oder keine Cookies trotz Zustimmung = Consent-Problem. Was meist kaputt ist. Gar kein Banner (DSGVO-Verstoß in Österreich); Banner vorhanden, aber Consent Mode v2 ist nicht mit dem GTM verbunden; „default denied" gesetzt, Banner lädt aber nie — die Tags bleiben für immer cookieless. Schneller Fix. Ein Consent-Management einsetzen (CookieYes, Usercentrics oder Cookiebot) und über den GTM mit Google Consent Mode v2 verbinden. Das schließt rechtliches Risiko und Datenverlust in einem Schritt.
Wie schnell muss eine Landingpage für Google Ads laden?
Direkte Antwort: der LCP sollte auf dem Handy unter 2,5 Sekunden liegen. Google misst die Ladegeschwindigkeit und senkt den Quality-Score langsamer Seiten — und ein niedriger Quality-Score heißt, du zahlst pro Klick das Zwei- bis Dreifache deiner Mitbewerber für dieselbe Position.
So prüfst du. PageSpeed Insights öffnen, URL einfügen, auf den Wert LCP (Largest Contentful Paint) mobil schauen. Was meist kaputt ist. Riesige unkomprimierte Bilder im Hero-Block; ein überladenes WordPress-Theme mit 30 Plugins; Schriften, die einzeln nachgeladen werden. Schneller Fix. Bilder in WebP komprimieren, Zombie-Plugins entfernen, Schriften selbst hosten. Ist das Theme komplett tot, lässt sich für die Werbung an einem Tag eine eigene schnelle Landingpage bauen — ohne die ganze Website umzukrempeln.
Ist die mobile Version wirklich nutzbar?
Direkte Antwort: das erkennst du nur am echten Telefon, nicht im Chrome-Emulator. 70–80 % des Google-Ads-Traffics in der DACH-Region kommen heute vom Handy — ist die Seite dort unbequem, läuft jeder zweite bezahlte Klick ins Leere.
So prüfst du. Die Seite am eigenen Telefon öffnen, scrollen, den Haupt-Button mit dem Finger drücken, das Formular bis zum Ende ausfüllen. Was meist kaputt ist. Buttons zu klein für den Finger; Text läuft aus dem Bildschirm; ein Formular mit 12 Feldern ohne mobiles Layout; ein Cookie-Banner über den halben Bildschirm, den man nicht schließen kann. Schneller Fix. Klickflächen vergrößern, das Formular auf 3–4 Felder kürzen, prüfen, dass der Einwilligungsbanner mit einem Tap schließt.
Warum ist HTTPS für Google Ads Pflicht?
Direkte Antwort: ohne HTTPS zeigt Chrome dem Besucher „Not secure" in der Adresszeile — das zerstört das Vertrauen am Start, und Google Ads senkt zusätzlich den Quality-Score ungesicherter Seiten.
So prüfst du. Seite öffnen: In der Adresszeile gehört ein Schloss-Symbol hin, die Adresse beginnt mit `https://`. Steht „Not secure" oder ist das Schloss durchgestrichen, gibt es ein Problem. Was meist kaputt ist. Abgelaufenes SSL-Zertifikat; das Theme lädt Teile über `http://` (mixed content); die Seite ist umgezogen, interne Links blieben alt. Schneller Fix. Kostenloses SSL über Let's Encrypt (die meisten Wiener Hoster aktivieren es mit einem Klick). Prüfung über SSL Labs — die Note sollte A oder A+ sein.
Warum müssen Kontakt und Impressum sichtbar sein?
Direkte Antwort: weil der österreichische Markt misstrauisch ist und das Impressum gesetzlich Pflicht ist — fehlt es, konvertiert der Besucher nicht und Google kürzt die Werbung. Sind Adresse, Telefon und Impressum auf der Landingpage nicht zu sehen, fehlt das Vertrauen für die Anfrage.
So prüfst du. Auf jeder Seite gehört ein Link zum Impressum (meist im Footer) und mindestens ein direkter Kontaktweg — Telefon oder E-Mail — in den sichtbaren Bereich. Was meist kaputt ist. Impressum nur auf der Startseite, nicht auf der Werbe-Landingpage; Kontakt nur im Formular versteckt; keine UID-Nummer auf der Seite. Schneller Fix. Einen Footer mit Impressum und Kontakt auf allen Seiten ergänzen und die UID angeben, falls vorhanden.
Wie viele CTAs gehören auf eine Landingpage?
Direkte Antwort: einer, der zählt. Sieht der Besucher fünf Handlungsmöglichkeiten — anrufen, schreiben, Katalog laden, abonnieren, Video ansehen —, tut er nichts. Das ist die Lähmung durch zu viel Auswahl.
So prüfst du. Landingpage öffnen und die klickbaren Elemente im ersten Bildschirm zählen (was ohne Scrollen sichtbar ist). Mehr als drei sind zu viel. Was meist kaputt ist. Ein Menü mit 8 Punkten in der Kopfzeile; ein Hero mit drei Buttons; ein schwebender Chat; ein „Abonnieren"-Pop-up — und das eigentliche Ziel irgendwo unten. Schneller Fix. Das Menü entfernen oder minimieren, einen Haupt-Button lassen, alles andere weiter nach unten.
Passen Anzeige und Landingpage zusammen?
Direkte Antwort: sie müssen dasselbe versprechen — sonst ist es der teuerste Fehler in Google Ads. Traffic von der Anzeige „Steuerberater Wien" auf eine Startseite mit „Wir sind eine moderne Kanzlei seit 1985" zu leiten heißt: Der Mensch klickte auf ein konkretes Angebot und landete bei einem allgemeinen „über uns" — und ging.
So prüfst du. Nimm die 3 Zielbegriffe für die Werbung. Beantwortet die Landingpage diese Frage im ersten Bildschirm? Sieht der Besucher denselben Satz wie in der Anzeige? Was meist kaputt ist. Eine Landingpage für alle Leistungen; eine Überschrift „Willkommen bei…" statt eines Ergebnisversprechens; ein Teamfoto im Hero statt eines Beweises, dass du das Problem des Kunden löst. Schneller Fix. Pro Leistung eine eigene Landingpage. Überschrift = Ergebnisversprechen + lokaler Anker („Steuerberatung für Wiener KMU — Erstgespräch kostenlos"). Danach beantwortet die Seite Schritt für Schritt die Fragen des Besuchers.
Womit anfangen, wenn die Zeit knapp ist?
Alle 10 Checks sind zusammen etwa eine Stunde Arbeit. Google Ads ohne sie zu starten kostet im ersten Monat 1.500–3.000 € — umsonst. In der richtigen Reihenfolge, falls du nicht alles schaffst:
- Zuerst das Messen — Conversion-Tracking, Anfragen-Zuordnung, Cookie-Banner (Punkte 2–4). Ohne das fliegst du blind.
- Dann die Technik — Ladezeit und mobile Version (5–6).
- Dann die Conversion — ein klarer CTA, sichtbare Kontakte, Übereinstimmung von Anzeige und Landingpage (8–10).
- Die Such-Aufklärung (Punkt 1) machst du ganz am Anfang — sie ist kostenlos und spart Budget.
Wenn dir etwas davon unklar ist, oder die Seite läuft und die Werbung bringt trotzdem keine Anfragen — schau dir die tatsächlichen Google-Ads-Kosten in Österreich an, rechne mit dem Lead-Rechner deinen realen Anfragepreis aus, oder lies, worin sich Freelancer und Agentur in Wien unterscheiden. Und wenn du willst, dass jemand vor dem Start drüberschaut: Genau das mache ich — Google-Ads-Betreuung in Wien.
Wenn du willst, schaue ich mir deine Website vor dem Start an — Tracking, Ladezeit, Landingpage — damit dein Budget nicht in eine undichte Seite läuft.
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